Ausweitung der WFM-Technologie auf die Verkaufsräume des Einzelhandels
Die Workforce Management (WFM) Technologie ist das operative Rückgrat des Einzelhandels. Jahrelang haben Unternehmen diese Back-Office-Prognosesysteme optimiert, um den täglichen Betrieb zu unterstützen und die Personalausgaben zu verwalten. Um jedoch auf dem heutigen Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Einzelhändler die Funktionalität dieser Systeme direkt auf die Verkaufsfläche ausweiten.
Der entscheidende Fehler bei herkömmlichen WFM-Plattformen besteht darin, dass sie für Filialleiter, regionale Vorgesetzte und die Zentrale konzipiert sind und die stündlich arbeitenden Mitarbeiter stark vernachlässigen. Einzelhändler brauchen einen modernisierten Ansatz, der die Lücke zwischen administrativen Prognosemetriken und dem Engagement der Mitarbeiter an der Frontlinie schließt. Hier sind drei strategische Möglichkeiten, wie Arbeitgeber ihre WFM-Lösungen erweitern können, um die Verkaufsfläche zu unterstützen.
1. Mobile-First-Zugänglichkeit einrichten
In der heutigen hypervernetzten Umgebung werden Smartphones von der gesamten Belegschaft angenommen. Dennoch zwingen die Einzelhändler ihre Mitarbeiter dazu, sich in fragmentierten Kommunikationskanälen zurechtzufinden. Sie verlassen sich auf eine chaotische Mischung aus schwarzen Brettern in den Pausenräumen, gedruckten Memos und unsicheren Messaging-Apps für Verbraucher, um wichtige Informationen zu übermitteln.
Persönliche Besprechungen werden zwar nie ganz verschwinden, aber für Unternehmen ist es wichtig, die Zusammenarbeit am Arbeitsplatz in einem sicheren, mobilen Ökosystem zu konsolidieren. Durch die Integration der Mitarbeiterkommunikation direkt in die persönlichen Geräte kann die Zentrale den Engpass im Hinterzimmer umgehen und wichtige Aktualisierungen - von neuen Geschäftsrichtlinien bis hin zu Gesundheits- und Sicherheitswarnungen - direkt an die Mitarbeiter weiterleiten.
2. Zeitplanautonomie und Compliance freischalten
Einzelhandelsmitarbeiter haben traditionell wenig Einfluss auf ihre Arbeitszeiten. Sie sind unregelmäßigen Arbeitszeiten und unvorhersehbaren Schichten ausgesetzt, die von Algorithmen generiert werden, die ausschließlich auf die Ladenabdeckung abgestimmt sind. Mit der zunehmenden Kontrolle durch die Behörden und der weltweiten Ausdehnung der „Fair Workweek“-Vorschriften sind hochgradig reaktive Taktiken wie der Bereitschaftsdienst keine praktikablen Betriebsstrategien mehr.
Mit ausgefeilten digitalen Lösungen können Einzelhändler schnell die Echtzeitverfügbarkeit und Schichtpräferenzen ihrer Mitarbeiter erfassen. Durch den Einsatz eines Moduls für flexibles Schichtmanagement über die bestehende WFM-Engine können Arbeitgeber ihre Mitarbeiter befähigen, offene Schichten mit minimalem Eingreifen des Managers zu tauschen, abzugeben und zu übernehmen. So entsteht ein fairer, regelkonformer Zeitplan, der sich dynamisch an das Leben der Mitarbeiter anpasst.
3. Verbessern Sie das Bodentraining mit Gamification
Fast alle Einzelhändler verfügen über Schulungsprogramme, die jedoch häufig durch Ressourcenbeschränkungen und analoge Methoden behindert werden. Unternehmen müssen ihr digitales Ökosystem ausbauen, um die Fähigkeiten und den Trainingsverlauf ihrer Mitarbeiter individuell und in Echtzeit zu verfolgen.
Durch den Einsatz von Lern- und Wissensmanagement auf mobilen Geräten stellen die Manager sicher, dass sich die Mitarbeiter ständig verbessern. Darüber hinaus schafft die Integration von Belohnungen und Anerkennung, wie z.B. digitale Abzeichen für außergewöhnliche Leistungen oder die Beherrschung von Fähigkeiten, eine Umgebung, die ein gesundes Engagement fördert. Es fügt der beruflichen Entwicklung einen sozialen, spielerischen Aspekt hinzu, den statische Backoffice-WFM-Systeme einfach nicht bieten können.
Überbrückung der Lücke für langfristige Bindung
Die Ausweitung des Wertes traditioneller WFM-Systeme über das Back Office hinaus bringt offensichtliche Vorteile für die Mitarbeiter im Einzelhandel, aber sie bietet ebenso bedeutende Vorteile für das Unternehmen. In einer Branche, die unter dem unerbittlichen Druck von Konkurrenten, Aktionären und Aufsichtsbehörden steht, ist die Förderung des stundenweise beschäftigten Personals ein strategisches Gebot. Wenn Sie Ihren Mitarbeitern einen autonomen, mobilen Zugang zu Planungs- und Schulungstools bieten, fühlen sie sich mit dem Unternehmen verbunden, sind hoch motiviert und haben eine viel höhere Wahrscheinlichkeit, eine langfristige Karriere bei der Marke aufzubauen.